Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen
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Flurbereinigung Kleinenborstel

Vorbereitung beginnt

Am 08. Januar 2019 trafen sich zahlreiche Bürger im Gasthaus Dunekack in Kleinenborstel zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Flurneuordnung mit anschließender Bildung eines Arbeitskreises.

Martfelds Bürgermeisterin Marlies Plate freute sich, dass nun die Verfahrensvorbereitung konkret angegangen wird. Bereits mehrfach fanden Gespräche bzw. Informationstermine in Kleinenborstel statt. Diese haben bisher auf großes Interesse an der Durchführung einer Flurbereinigung gestoßen. Die Gemeinde begrüßt ein Verfahren außerordentlich.

Olaf Stührmann, Teildezernatsleiter in der ArL-Geschäftsstelle Sulingen, erläuterte den Anwesenden die Zielsetzung einer Flurbereinigung. Die infrastrukturelle Verbesserung kleinerer Gemeinden sei Voraussetzung für die Entwicklung ländlicher Gebiete und erleichtere und stabilisiere die Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe. Gleichzeitig  könne den Belangen des Naturschutzes Rechnung getragen werden. Ursprünglich seien neue Flurbereinigungsprojekte vom Land angeordnet worden. Heute muss eine Flurbereinigung von den Grundeigentümern gewollt sein und so verwundert es nicht, dass die Entwicklung von Maßnahmenkonzepten vor der Einleitung einer Flurbereinigung mittlerweile die Regel ist.

Eine Flurbereinigung beinhalte bodenverbessernde und bodenschützende Maßnahmen insbesondere im Zusammenhang mit der Gestaltung neuer Wirtschaftsflächen, der Aufhebung von Wegen sowie zur Reduzierung des Arbeitsaufwandes beziehungsweise zur Erleichterung der Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen. Als beabsichtigte agrarstrukturelle  Wirkungen nannte der Experte insbesondere eine Verringerung der Entfernungen vom Hof zum Feld bzw. von Feld zu Feld, ein leistungsfähiges Wirtschaftswegenetz sowie Kostenminderungen bei Maschineneinsätzen etc.

Die entstehenden Kosten werden zu 75 Prozent vom Land Niedersachsen, dem Bund und der Europäischen Union getragen. Die restlichen 25 Prozent entfallen auf die Teilnehmer und die Gemeinde, sofern diese sich an den Kosten beteiligt. Personalkosten und der Sachaufwand für Planungsleistungen werden in voller Höhe vom Land Niedersachsen getragen.

Zunächst muss vom Arbeitskreis in mehreren Sitzungen ein Maßnahmenkonzept einschließlich Kosten und Finanzierung erarbeitet werden. Dieses Konzept wird mit dem Landwirtschaftsministerium abgestimmt und in einer Informationsveranstaltung den Grundeigentümern möglichst noch in diesem Jahr vorgestellt.

Schließlich wurden folgende Personen für die Besetzung des Arbeitskreises vorgeschlagen und benannt:

Erika Becker, Herwart Jütjens, Frank Köster, Heiner Köster, Karin Köster, Michael Lackmann, Mark Löhmann, Bernd Meyer,  Gerd Uwe Meyer, Hendrik Meyer, Johann Meyer, Kristina Strangmann, Jörn Stubbemann und Joachim Wicke